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. Der Name »M.« bez. zunächst eine Familie jüd. Freiheitskämpfer und Führungspersönlichkeiten, die auch Hasmonäer (s.u.) genannt werden. Desweiteren kann sich »M.« auf eine Sammlung nachkanonischer jüd. Schriften (Makkabäerbücher) beziehen sowie in christl. Überlieferungen auf eine Gruppe jüd. Märtyrer während der Verfolgung unter dem SeleukidenAntiochus IV. Diese Verfolgung löste den Makkabäeraufstand unter dem Priester Mattathias und seinen fünf Söhnen aus. Mattathias gehörte zum priesterlichen Geschlecht des Jojarib (1Chr 24,7). Seine Weigerung, auf Befehl von Antiochus IV. in seiner Heimatstadt Modeïn ein Opfer zu vollziehen, gab das Signal zum Aufstand. »Der Makkabäer« war urspr. der Beiname von Mattathias' ältestem Sohn Judas (1Makk 2,4) und leitet sich von aram. maqqaba‘, »Hammer«, ab, vielleicht ein Hinweis auf dessen Schlagkraft oder physische Erscheinung. 1Makk ist die wichtigste Quelle für die ersten drei Generationen der M., von Mattathias, seinen fünf Söhnen bis zu Johannes Hyrkan I. Flavius Josephus berichtet über die gesamte Epoche der M. in Ant. XII 265–XIV 491. 1 Makk beschreibt drei der fünf Söhne des Mattathias im Kampf gegen die griech. Herrscher, in dem sie zunehmend als Führer der judäischen Juden auftraten. Judas triumphierte nach dem Tod des Mattathias i.J. 166 v.Chr. in zwei Schlachten über seleukidische Armeen und sammelte seine Truppen zu einer Entscheidungsschlacht gegen Lysias, den Repräsentanten Antiochus' IV., in Mizpa. Diese Schlacht war ein großer Sieg für Judas, dem es gelang, kurz nach dem Tod von Antiochus IV. im Herbst 164 v.Chr. (nach der Chronologie von 2Makk) den Jerusalemer Tempel (: II., 4., a) wiederzuerobern und zu reinigen (Chanukka; Feste/Feiern: II.). Aber Judas konnte seine Herrschaft über Jerusalem nicht behaupten; er fiel in der vernichtenden Schlacht gegen Bakchides bei Elasa (161 v.Chr.).

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. Hippolyt von Rom (Commentarius in Dan 4,3) erwähnt in einem Verweis auf 1Makk erstmals die Zählung der Makk. Der Codex Alexandrinus (5.Jh.; Bibelhandschriften: II., 2.) enthält alle vier Bücher und zeigt zusammen mit anderen Hss., daß sie als Teil der Septuaginta überliefert wurden. Das 4Makk kursierte auch als eine Schrift des Flav. Josephus (unter dem Titel »Über die Überlegenheit der Vernunft«) und in Menologien. 1Makk und 2Makk gehören in der röm.-kath. Kirche zu den deuterokanonischen Büchern und in der prot. Tradition zu den Apokryphen (: II.) des AT. 3Makk und 4Makk erlangten in keiner Kirche kanonischen Status. Die orth. Kirchen beurteilen 1–3Makk als nützlich zu lesen, haben sie aber bisher nicht in ihren Kanon aufgenommen.

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. Ob und wie die Erwähnung von G. im NT und in (jüd.) Inschriften mit der Vorstellung der Gottesfurcht in der HB und der jüd. Lit. der Periode des Zweiten Tempels verbunden werden kann, wird kontrovers diskutiert. Die verschiedenen Verweise auf G. in der Apg (10,2.22; 13,16.26.43.50; 16,13 f.; 17,4.17; 18.6 f.) sind oft zur Begründung der Annahme herangezogen worden, daß Lukas den Ausgangspunkt für die Heidenmission des Paulus in den Kreisen von Heiden ansiedelte, die den Gott der Juden verehrten. Die mehrmals geäußerten Zweifel, ob es jemals solche Kreise gegeben habe, müssen seit der Veröff. einer neuen Inschrift aus Aphrodisias als überholt gelten. Diese Inschrift aus dem dritten Jh. n.Chr. differenziert deutlich zw. Gruppen von Juden, Proselyten und G. (zwei Listen enthalten insg. 54 Namen von Personen mit der Qualifizierung ϑεοσεβει˜ς/theosebeís/»G.«); das macht es wahrscheinlich, daß schon Hinweise auf G. aus dem ersten Jh. im NT und in Inschriften, z.B. vom Bosporus, Heiden betreffen, die sich in mehr oder weniger großem Ausmaß zur jüd. Rel. bekannten.